Literatur, die unterhält und zum Nachdenken anregt

„Ein Mann auf der Suche nach der Wahrheit“

Willi Valdez und der Totengott von Dog Island

Willi Valdez und der Totengott von Dog Island

Privatdetektiv Will Valdez hatte das Gefühl, seine Adern würden gleich platzen. Das Herz pumpte schneller, sein Puls musste auf über einhundert Schläge in der Minute angestiegen sein und seine Schweißdrüsen arbeiteten wie nach einem Zehn-Kilometer-Lauf. Er schloss die Augen und sog die Luft durch die Nase ein. Was war passiert, wo befand er sich? Und wie konnte er diesem Folterstuhl und dem Tod entrinnen?
Willi Valdez glaubte, seine Viola hätte mit der Bahama Insel Dog Island den idealen Ort für die Flitterwochen gefunden. Bereits kurz nach ihrer Ankunft muss er feststellen, dass ihn die kriminelle Orula-Sekte in eine Falle gelockt hat und einen perfiden Racheplan verfolgt. Das erhoffte Paradies verwandelt sich schnell in eine Hölle, aus der es kein Entkommen zu geben scheint und die keine Grenzen kennt.

Details zum Buch
Willi Valdez und der Totengott von Dog Island
Seiten: 300
Print & eBook
Ausgabe: September 2025
Verlag: Independently published
ISBN 13: 979-8298514002
Erhältlich bei folgenden Anbietern

Auch bei bookrix, Thalia, ebooks und einem Dutzend anderer nationaler und internationaler Anbieter erhältlich.

Leseprobe

Leseprobe aufklappen

Leider bekam Viola einen solchen Schreck, dass ihr ein kurzer, schriller Schrei entfuhr. Grund genug für den Posten vor der dreistufigen Treppe, diese hinunter und in den Raum zu stürzen.

Diesmal stand Willi dem Gegner Auge in Auge gegenüber. Er hatte den Überraschungseffekt auf seiner Seite. Hätte der Mann, ein großer, schwerfällig wirkender Latino, ihn sofort angegriffen, hätte Willi vielleicht ernsthafte Probleme bekommen. Stattdessen wollte der Mann aus seinem Gürtel eine Pistole hervorholen. Zu langsam, dem schwerfälligen Körper entsprechend. Bei einem Sumoringen hätte er eine Chance gehabt, nicht aber gegen einen flinken Mann mit einer Schere.

Willi setzte die Schere ein zweites Mal präzise und wirkungsvoll ein. Diesmal war es der Kehlkopf, den Willi anvisiert und exakt getroffen hatte. Er ließ die Schere stecken. Der Latino griff noch mit beiden Händen an die Branchen der Schere, zog mit letzter Kraft die Blätter heraus und ein dicker Strahl Blut schoss aus dem Hals hervor. Willi hatte nicht die Zeit, auf das Ende zu warten. Er verpasste dem Kerl einen Faustschlag an die Schläfe. Krachend stürzte der Riese zu Boden und leistete dem toten Carlos Gesellschaft.

Bevor er sich der völlig erstarrten Viola zuwendete, bückte er sich, drehte den Körper um und zog die Glock 34 aus dem Gürtel. Er kannte diese Pistolenvariante gut, er hatte mit ihr schon auf dem Schießstand geübt. Frank Jenkins hatte ihm dieses Modell ans Herz gelegt, doch Willi meinte, er wäre kein Mitglied einer Sondereinheit, für seine Arbeit würde die Lignose allemal reichen. Die Glock hatte einen verlängerten Lauf und war mit einem RedDot Visier ausgestattet.

Nach kurzer Prüfung der Waffe durchsuchte er die Hosentaschen des Toten. Er fand eine zerknitterte Einhundert-Dollar-Note, seine Armbanduhr, seinen Führerschein und den Autoschlüssel mit dem kleinen Bildanhänger. „Am Ende kehrt alles wieder zur Quelle zurück“, der Spruch seines Freundes Randy kam ihm in den Sinn.

„Komm! Es ist vorbei, nimm meine Hand, wir wollen endlich nach Hause.“

Die Worte „nach Hause“ führten zu einer Reaktion. Viola schien aus einem tiefen Schlaf zu erwachen. Sie schaute auf den toten Latino und trat ihm mit der Fußspitze in die Seite.

Hintergrundinformationen

Das könnte Sie auch interessieren