Besucherzaehler >

Besucher

Übersicht
kkCover

Druckausgabe

Valdes TotengottValdes Totengott

calibanrand
Kopfneu
ebookcover

Nichts ist dem Paradies näher als die Hölle. Dieser Spruch fiel Willi ein, als er sich jetzt voller Unruhe und böser Vorahnungen zum Schalter der Delta Air Lines begab. Seit gestern Abend hatte er das Gefühl, im Paradies zu sein. Der Killer war in Gewahrsam der DEA, Orula in der Hölle und Viola auf dem Weg nach Florida. Dachte er zumindest… .

Willi Valdez, ein amerikanischer Privatdektiv,  muss es auf der Suche nach seiner entführten Freundin mit irischen Terroristen, Drogen- und Menschenhändlern aufnehmen und sich in der Anderswelt dem Kampf mit dem keltischen Totengott stellen.

Als er glaubt, der Befreiung seiner Viola ein großes Stück näher gekommen zu sein, beginnt erst der wahre Höllentrip.

AMAZON eBook   4,49 €

 

 

 

 

Val2 Pub

Auf der Suche nach seiner entführten Freundin lernt Willi Valdez viele Pubs und Bars in London und Belfast kennen.

Val2 Portochristou

Nach der Sprengung der ScheherazadeI und dem erhöhten Polizeiaufkommen in Puerto Portals, wollen die Terroristen die "Queen Anna" zum Hafen von Puerto Christo dirigieren, um dort die Waffen in Empfang zu nehmen. 

Val2 irlandpolizei

Nachdem die britische Sondereinheit die Zentrale der RIF gestürmt und den "Meister" erschossen hat, fandet die nordirische Polizei in einer Rasterfandung nach Mitgliedern der Terrororganisation. Viele Autos werden durchsucht.

Val2 Grabstein

Die Kenntnis der Grabinschrift des irischen Dichters William Butler Yeats rettete Willi Valdez das Leben, da die nordirischen Terroristen diese als Parole verwendeten.

Val2 Landschaft

Die typisch irische Landschaft, in der Legenden geboren wurden. So die von der mystischen "Anderswelt" oder dem Totengott Taranis, dem Valdez in seinem Drogenrausch gegenübertreten muss.

Val2 Mallorca

Der Jacht-Hafen von Porto Portals auf Mallorca, wo Scheich Mansour bin Nahyan mit seiner Scheherazade I vor Anker gegangen ist und es zum großen Showdown kommt.

Leseprobe:

Willi fühlte sich fast wie ein langjähriger Waffenhändler. Seine Ausführungen mussten recht professionell geklungen haben. Nur die Preise für Granatwerfer und Scharfschützengewehre und für diese Militärwaffe, von der er in einem Prospekt einiges gelesen hatte, kannte er nicht. Nicht mal eine vage Vorstellung hatte er davon, für wie viele Dollar solche Waffen im Augenblick auf dem Schwarzen Markt gehandelt wurden. Wenn Lukian ihn nach einer Summe fragen sollte, müsste er ins Blaue raten.

Das Glück blieb ihm hold, der große geistige Führer des Widerstandes gegen die Unterdrückung und des Verfalls der westlichen Sitten meinte: „O` Sullivan wird sich freuen, dies zu hören. Die Lieferung muss unbedingt bis Ende nächsten Monats erfolgen. Wir haben Großes vor.

Die Bezahlung erfolgt wie immer in Drogeneinheiten. Auch wir sind an einer guten Partnerschaft interessiert. Deshalb habe ich auch seinem Wunsch zugestimmt, diese Amerikanerin zu entführen. Obwohl solche Aktionen immer ein zusätzliches Risiko bergen. Aber dem Papa war die Sache, wie ich gemerkt habe, äußerst wichtig. Scheint eine persönliche Angelegenheit zu sein. Ein Agent muss ihm wohl mächtig Ärger bereitet haben. Er sagte mir, es handele sich um eine gerechte Vergeltung.

Wir werden jetzt das Beste für beide Seiten daraus machen. Der Papa bekommt seine Rache und Taranis sein Opfer.“

Willis Kehlkopf war wie zugeschnürt. Er konnte nicht glauben, was er gehört hatte. Man wollte Viola einem keltischen Gott opfern? Orula war ein Scharlatan, aber einer, der seine Fähigkeiten zur Manipulation der Menschen nutzte, mit dem Ziel, Geld zu scheffeln. Er war sicher skrupellos und raffiniert, aber nicht geistesgestört. Aber diese Idioten hier schienen den Unsinn ernst zu nehmen, den sie erzählten.

Willi schluckte zweimal und wäre diesem selbst ernannten Druiden am liebsten an die Gurgel gegangen, aber er wusste nicht, wie viele Leibwächter draußen auf ihn warteten. Er musste versuchen, ruhig zu bleiben. „Leider habe ich Papa Orula die letzten Tage nicht erreichen können. Wann haben Sie das letzte Mal persönlich mit ihm gesprochen?“

Der Meister schaute Willi an und wartete auf eine Antwort. „Vor meinem Abflug nach London. Seit dem habe ich, schon aus Sicherheitsgründen, kein Telefonat ins Ausland geführt.“

In diesem Augenblick fiel ihm ein, dass der Blondschopf gehört hatte, wie er im Auto das Gespräch aus den Staaten angenommen hatte. Aber der Meister hatte davon sicher bisher nichts erfahren.

„Nun. Ich werde mich morgen in Trance versetzen und versuchen, mit dem Papa über andere Kanäle zu kommunizieren. Er wird sich über das Ergebnis der Experimente von Fred freuen. Ein voller Erfolg. Er hat die neue synthetische Droge entwickelt. Ein Jahr harter Arbeit. Sehr preisgünstig in der Herstellung und unglaublich in der Wirkung. Bereits eine einmalige Einnahme macht süchtig. Es gibt keine unerwünschten Nebenwirkungen wie bei Cloud Nine oder Meth. Zumindest haben wir bisher nichts Derartiges feststellen können. Nach der Einnahme fühlt man sich angeregt und leistungsstark, ähnlich wie bei Kokain. Aber nicht aggressiv und voller Halluzinationen. Man kann seiner Arbeit nachgehen oder seinen Freizeitbeschäftigungen, aber alles auf einem höheren Level. Die Wirkung hält nicht nur einige Stunden an, sondern fast einen gesamten Tag. Ihr könnt in Florida damit den Drogenmarkt erobern und dann alle anderen Bundesstaaten. Vielleicht sind auch die Kolumbianer interessiert. Das überlasse ich Papa Orula. Wir wollen keine weiteren Partnerschaften, die Kolumbianer interessieren uns nicht. Letztlich sind diese Geschäfte nur Mittel zum Ziel. Uns geht es nicht um Geld, sondern um Freiheit und Unabhängigkeit. Morgen wird die erste Lieferung verschickt, Berry wird nach Erledigung seines Auftrages mit dem Lieferwagen zum Hafen fahren. Sie können das Paket in Augenschein nehmen. Alfie wird sie im Anschluss an unser Gespräch dorthin bringen. Zweihundert Pfund dieser Super-Droge, der Marktwert liegt bei mindestens zehn Millionen Dollar, werden morgen früh verschifft werden. Die Menge dürfte zur Bezahlung unserer Schuld mehr als ausreichen. Aber wir sind großzügig. Sollten alle bestellten Posten pünktlich eintreffen, schicke ich Papa ein Bonuspaket von zehn Pounds. Wir haben noch keine Bezeichnung für die neue Droge. Fred wünscht sich, dass sein Vorname mit in der Bezeichnung auftaucht. Er fühlt sich wohl als großer Erfinder. Pafredy zum Beispiel. Soll eine Abkürzung von Paradies-Fredy sein. Ist aber zweitrangig. Ihr könnt sie auch Cloud Seven nennen. Papa soll den Namen nehmen, der ihm gefällt und der ihm für eure Region geeignet erscheint.“

Willi hörte Randys Stimme im Hinterkopf: „Wo bis du denn wieder hereingeraten? Wie machst du das bloß?“

Er wusste selbst nicht, wie er es anstellte, in solche Geschichten verwickelt zu werden. Eine einfache Entführung hätte schon ausgereicht. Jetzt musste er das Spiel mitspielen, sonst wäre er bald in der Anderswelt von der Lukian sprach, oder er würde einfach nur verfaulen, zwei Meter unter der Erdoberfläche. Bestenfalls wäre er durch Flüssigbeton dem Werk der Würmer entzogen und in einem Bauwerk für die Nachwelt versteinert. Aber all dies würde er in Kauf nehmen, wenn er dafür Viola retten konnte.

nach oben

[Home] [Frank Tenner  1] [Frank Tenner  2] [Frank Tenner  3] [Willi Valdez 1] [Willi Valdez 2] [Caliban] [Bonmot-Büchl.] [Kontakt] [Impressum]