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Wofür lohnt es sich zu sterben?
Und warum soll man weiterkämpfen?
Diese Fragen stellt sich der Obergefreite Frank Weber,
der glaubt, in der Eishölle gelandet zu sein. Offiziell wurden er
und die gesamte 6. Armee von der Naziführung für tot erklärt.
Anstatt sich eine Kugel in den Kopf zu jagen oder in russische Gefangenschaft zu gehen, wagt er das scheinbar Unmögliche:
Er kämpft sich mit zwölf seiner Kameraden aus dem von russischen Truppen eroberten Stalingrad und wagt die Flucht über die
verschneite Don-Steppe bis zu den deutschen Einheiten im Westen. Seinen Überlebenskampf und seine Gedanken und Sehnsüchte hält
er in einem Tagebuch für die Nachwelt fest.

 

Amazon Taschenbuch:   12,83 €

ISBN Nr.   979-8565804959

               und

Amazon Kindle Ausgabe: 4,99 €

 

Frank Tenner wurde durch einen Bericht seines in Russland als Soldat kämpfenden Großvaters inspiriert,
den (Antikriegs-) Roman “Im neunten Kreis der Hölle – Die einen tanzen, die anderen sterben” zu verfassen.
Die Erzählung seines Großvaters hat Tenner im Laufe der Jahre verifiziert (Archivarbeiten, wissenschaftliche Dokumentationen, Auswertung von Hunderten von Feldpostbriefen deutscher Soldaten, die im Kessel von Stalingrad eingeschlossen waren). Es geht aber nicht nur um die Aufarbeitung eines vergessenen Kapitels dieser Zeit, den Kampf deutscher Soldaten nach der offiziellen Einstellung der Kampfhandlungen der 6. Armee am 2. Februar 1943, sondern um weltanschauliche Fragen wie:

Wofür lohnt es sich zu sterben?
Was gibt dem Leben einen Sinn?
Kann man tausende feindliche Soldaten töten und dennoch ein guter Mensch sein?
Was macht Propaganda aus den Menschen? 

Schonungslos wird die Sinnlosigkeit und Grausamkeit von Krieg aufgezeigt und die Grenzen und Möglichkeiten eines Individuums in barbarischen Zeiten.

Ohne Beschönigungen soll mit diesem Roman auch denen ein Denkmal gesetzt werden, die ihr Leben im festen Glauben an ihr Vaterland oder für ihre Kameraden geopfert haben.

 

Leseprobe

...

Aber ich wollte den Oberleutnant nicht verärgern, deshalb meinte ich: „Es geht um den Sinn des Lebens.“

Natürlich hatte ich in den letzten Wochen oft darüber nachgedacht, was mein Leben für einen Sinn hatte, was von mir bleiben würde. Eine erfrorene Leiche ohne Namen am Rande der Welt, begraben unter einer meterhohen Schneedecke? Einige Erinnerungsbilder in den Köpfen meiner Verwandten und Freunde? Ein Stück Gefühl im Herzen von Bettina? Lohnt es sich, für Volk und Vaterland zu sterben? Lohnt es sich, überhaupt für irgendetwas zu sterben? Für Ideale, die morgen schon eine andere Gestalt haben würden? Vielleicht hieß es dann nicht: Die Helden, die für ihr deutsches Vaterland kämpften und starben!, sondern: Die Invasoren, die über unschuldige Frauen und Kinder herfielen! Wer weiß das schon? Die Wahrheit ist immer eine Frage der Perspektive. Natürlich der Perspektive der Sieger. Unser Sieg schien in nicht mehr sichtbare Ferne gerückt.

Ich versuche, objektiv zu bleiben, nichts zu beschönigen, alles so zu beschreiben, wie ich es erlebe. Der Oberleutnant schaute mich mit großen, leuchtenden Augen an, als ob ich den Stein der Weisheit gefunden hätte.

„Genau. Ganz genau. Aber dieser Sinn ist nur ein Teil von etwas Größerem. Nennen Sie es den Universalsinn. Aufbruch in eine neue Dimension. Um nichts anderes geht es, Weber. Das Leben ist diesig, es nebelt sich immer mehr ein. Aber in den Stahlgewittern kann man spüren, wie sich die Nebel lichten und das Neue, welches vielleicht das auferstandene Alte ist, sichtbar wird. Die Lichtung des Seins. Mehr kann man nicht erreichen.“

Ich wusste schon, was ich lieber erreichen würde, meine rund dreitausend Kilometer entfernte Heimatstadt. Und einen Ballsaal, in dem ich tanzen konnte. Und danach Bettina zu lieben. Das würde für mich Sinn bedeuten.

Die Gefreiten Erik Scheuer und Fritz Springer mochten primitive Gesellen sein, beide kannten sich aus ihrer Heimatregion und hatten in der Landwirtschaft gearbeitet, ob sie jemals nach der Schulzeit ein Buch gelesen hatten, wagte ich zu bezweifeln, aber sie wussten wenigstens, dass sie in der Scheiße saßen und aller Wahrscheinlichkeit nach nie wieder herauskommen würden. Insofern war ihr Pillen-Geschlucke und Äthylalkohol-Gesaufe weniger unvernünftig als das mystisch-philosophische Gefasel von Oberleutnant Brückner.

Gefreiter Karl Adamek, ein mittelgroßer, im realen Leben unauffälliger Mann, der vor der Einberufung als Bäckergeselle im Geschäft seiner Eltern gearbeitet hatte, jetzt aber mit seinen dichten grauen Bartstoppeln, den überlangen Haaren und den großen, geröteten Augen doch Blicke von Passanten auf sich gezogen hätte, kam zum Oberleutnant und meinte: „Wir haben die letzten Holzstücke verfeuert. Ihr Stuhl ist das Einzige, was wir noch verheizen könnten.“

...

 

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