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Marshall McCain muss aus seinem Ruhestand zurückkehren, um im texanischen Orange die Mörder seiner Nichte zu finden und eine tödliche Verschwörung aufzudecken.

„Was Besseres als diese Stadt hätten wir uns nicht wünschen können. Wie immer dieser Kampf endet, er wird unser größter sein und in die Geschichte eingehen, vielleicht als: Der letzte Kampf in Orange.“

„Das klingt nicht dramatisch genug. So wütend und aufgebracht habe ich dich noch nie erlebt. Wenn du fertig bist, wird es hier aussehen wie auf einem Schlachtfeld. Man wird in den Zeitungen schreiben:  Frank McCain hinterließ im Städtchen Orange ein wahres Schlachtfeld."

„Nein, mein Freund. Es wird heißen:  Marshall Frank McCain und sein Deputy Jack Donovan brachten die Gerechtigkeit nach Orange zurück.“

AMAZON: Taschenbuch 15,61 EUR       ISBN-13:  978-1985821620
                                                      ISBN-10: 1985821621
                und   Ebook   4,85 EUR.

 

 

 

1Worth6k

Fort Worth in der Gegenwart.

2Texas9k

Marshall McCain ahnt anfangs nicht, dass die Lösung des Falles in direktem Zusammenhang mit dem Bau der Eisenbahnstrecke nach Louisiana steht.

3Texas8k

Die Smith-Bande reitet in der Nacht nach Orange, um den ehemaligen Hilfssheriff Winter aus dem Gefängnis zu befreien und Marshall McCain und seine Freunde zu töten.

4Texas1k

Typische Stadt im Westen der USA um 1880.

5Texas02k

Die Bank, mit der sich Marshall McCain in Orange auseinanderzusetzen hat.

6Fortworth2k2

Eine Gruppe Texasrangern 1886 (Fort Worth).

 

 

Leseprobe:

Das Gesicht des Schnauzbärtigen wurde dunkelrot. Er stand langsam auf und legte seine Hand an den Griff seines Revolvers. „Es gibt nur zwei G`s, die einem solch einen Abend bescheren: Glück oder Gaunerei. So viel Glück kann es einfach nicht geben, bleibt die Gaunerei. Sie haben uns betrogen, Mister Brown. Entweder Sie verzichten auf Ihren unrecht- mäßigen Gewinn oder Sie ziehen Ihren Revolver.“

McCain fühlte sich gleich zwanzig Jahre jünger. Solche Szenen hatte er mehrfach erlebt. Er hatte so manchen Falschspieler entlarvt und so manchen Profispieler geschlagen.

Aber er glaubte in diesem Fall nicht an eine Gaunerei. Er hatte den Glatzköpfigen genau beobachtet. Ob er ein Profispieler war, konnte er nicht mit Gewissheit sagen, einiges sprach dafür. Ein Falschspieler war er jedenfalls nicht.

McCain erhob sich ebenfalls von seinem Platz. Die meisten der Spieler an den anderen Tischen und auch einige Gäste hatten die Geste des Cowboys registriert und unterbrachen ihr Spiel und ihre Gespräche, die Band machte gerade eine Pause, sodass fast eine gespenstige Ruhe eintrat.

„Der Mann hat nicht betrogen, ich habe ihn genau beobachtet. Er hat einfach nur Glück gehabt.“

„Was mischen Sie sich ein? Sie müssten mir dankbar sein, ich rette Ihnen Ihr Geld mit.“

„Verloren ist verloren. Das Geld gehört Ihrem Mister Brown.“

„Jetzt verstehe ich, Sie stecken mit diesem Gauner unter einer Decke. Kommt, Steve und Jerry, erhebt euch, zeigen wir diesen Kerlen, wie wir mit solchen Falschspielern umgehen!“

Die beiden Angesprochenen folgten der Aufforderung ihres Vorgesetzten. McCain schob sein Sakko etwas zur Seite, um besser an seine Waffe zu kommen.

Jack hatte die Szene von der Bar aus verfolgt. Neben ihm saß ein junger Bursche, höchstens siebzehn Jahre alt, mit dem er zuvor einige Whiskey getrunken hatte. Für alle Gäste vernehmlich sagte er zu ihm: „Renn rüber, Jonas, zu dem Fotofritzen. Er soll seine Kamera mitbringen. Mit dem Foto kommt er zu Geld. Die Gazetten werden schreiben: Sheriff Frank McCain erschießt in Fort Worth drei lebensmüde Cowboys.“

Die Cowboys wandten ihre Köpfe zu dem Mann an der Bar, dann zu dem Mann im schwarzen Anzug vor ihnen. Der Schnauzbärtige nahm seine Hand vom Revolverknauf.

„Sie sind McCain, der in der Schießerei mit der Jackson-Bande acht Männer umgelegt hat?“

McCain lächelte. „Die Zeitungen übertreiben. Es waren nur sieben. Und einen davon hat mein Deputy Jack Donovan erschossen. Der sitzt übrigens dort drüben an der Bar. Und kann immer noch verdammt gut mit seinem alten Armeerevolver umgehen.“

„Ich dachte, Mister McCain, Sie seien schon längst tot?“

„Das denken viele. Aber Totgesagte leben, wie wir wissen, länger.“

„Sind Sie noch Sheriff?“

McCain holte aus der rechten Sakkotasche den Marshallstern und heftete ihn an seine Brust.

„Im Augenblick bin ich als Marshall unterwegs, der Stern mag ein anderer als früher sein, meine Pistolen sind dieselben. Tun Sie sich einen Gefallen und bleiben Sie am Leben. Beim nächsten Gehaltstag haben Sie vielleicht mehr Glück und gewinnen Ihre Dollar zurück.“

Das Gesicht des Vormannes wirkte angespannt. Das Gehirn arbeitete auf Hochtouren. Es berechnete wohl die Chancen eines Kampfes. Wahrscheinlich kalkulierte es den Mann an der Bar mit ein: Drei zu zwei. Drei durchschnittliche Schützen gegen zwei erfahrene Revolvermänner und obendrein Gesetzeshüter. Der Gesichtsverlust war zu verkraften, viele der Anwesenden hatten sicher noch von McCain und der großen Schießerei in Kansas gehört und erwarteten wohl kaum, dass ein einfacher Cowboy aus purer Angeberei Selbstmord begehen würde.

„Hören Sie zu, Mister McCain. Wenn Sie als angesehener Gesetzeshüter und guter Pokerspieler der Meinung sind, dieser Herr hätte nicht betrogen, geht das für mich in Ordnung. Aber Sie werden verstehen, dass mir die Lust auf ein weiteres Spiel vergangen ist. Kommt Leute, lasst uns an der Theke einen Whiskey trinken und dann verschwinden, wir müssen morgen sehr früh aufstehen!“

Die beiden Angesprochenen waren, wie man ihren Augen deutlich ansehen konnte, heilfroh, aus der heiklen und für sie lebensbedrohlichen Situation herausgekommen zu sein. Sie gingen schnellen Schrittes mit ihrem Boss an die Bar, und als man dort keine drei freien Plätze fand, verließ man den Saloon. Nach der Klärung der Angelegenheit wich die Spannung aus dem Raum und setzte erneut das Stimmengewirr ein. Auch die vier Musiker nahmen ihre Arbeit wieder auf und schmetterten jetzt mithilfe von zwei Trompeten ein mexikanisches Volkslied. McCain hatte Jack kurz zugenickt und sich wieder gesetzt. Der Glatzköpfige beugte sich über den Tisch und meinte mit einer leicht krächzenden Stimme: „Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, Mister McCain. Sie haben mir das Leben gerettet. Ich habe nicht einmal einen Revolver um.“

 

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